Mittwoch, 3. Mai 2017

5-Minuten-Collage 5/2017

Rot mit Pink – eine gewagte Kombination, die Simone für Mai verordnet hat. Macht aber nix, hier ist alles vorhanden. Schon mal vorweg: Nein! Das rechts ist keine pinkfarbene Klobürste!


In Rot haben wir einen Tesa-Abroller, ein Holz-Herz, ein kleines Zahnreinigungsdingsbums, aufgereihte Miniperlen aus Indianerland zum Sticken, ein Lilliput Wörterbuch Englisch-Deutsch, Puppenschuhe aus den 60er Jahren, Zackenlitze, einen komischen Jute-Weihnachtsstern (grässlich!), einen Filter, ein kaum zu öffnendes, blödes Taschenmesser, von dem die Leute mal glaubten, ohne solch ein Messer wäre intelligentes Leben nicht möglich. Dann ist da noch ein Mini-Malkasten, den ich liebe, weil er so klein ist, darunter Kuli, Häkelnadel und Schabemesser aus meiner Zeit in der Reproretusche (Ausbildung zur Druckvorlagenherstellerin). Eine leere Papptüte für Leckerli vom Crop im Pott und eine Vase aus den 70er Jahren.

Jetzt zu Pink. Da ist erst mal ein Schlüsselband. So etwas hat auch einen chicen englischen Namen, aber was ist an „Schlüsselband“ so verkehrt, dass man dem noch einen anderen Namen geben müsste? Dann eine Bürste, die mal jemand angeschafft hat, um sich beim Duschen das Fell zu schrubben. Hat wohl auf Dauer nicht so richtig hingehauen, denn jetzt hängt sie schon lange im Kellerschrank. Vielleicht …. falls wir mal dringend eine Klobürste brauchen … aber bisher ist es einfach nur eine Bürste in Pink. Ehrenwort!

Daneben liegen 4 alte Lockenwickler, die sicher schon museumsreif sind, deshalb kommen sie auf keinen Fall weg. 2 Eierlöffel, ein Notizzettel-Block von Lidl in Herzform, Lippen-Fettstift, Minischere, 3 Knöpfe und noch mal Zackenlitze.

Und was es sonst noch in unserem Haushalt gibt, erfahren Sie, liebe Leser, wenn Sie auch im nächsten Monat wieder einschalten, wenn es heißt: Die 5-Minuten-Collage!

   

Dienstag, 2. Mai 2017

MINC – ein kleiner Workshop und die Möglichkeiten

Zu Fünft trafen wir uns am letzten Wochenende zu einem kleinen MINC-Workshop bei Andrea von KartenVerRücktMelanie, Silke, Judith und ich.

Eigentlich ist der Hype um die MINC von Heidi Swapp ja schon fast ein alter Hut und das Gerät, mit dem wir arbeiten wollten, war sich der Sache wohl bewusst. Nach 2 Jahren jungfräulichen Daseins im Karton verweigerte die chice, teure Edelmaschine prompt beleidigt den Dienst. Zum Glück hatte Andrea noch ein herkömmliches Laminiergerät im Schrank. Statt des Carrier Sheet nutzten wir Backpapier, um die getonerten Motive mit der hauchdünnen Metallfolie sicher durch die Walzen zu befördern, auf das beides nach Art des Thermodrucks zu einem glänzenden Ganzen verschmilzt. Schön wäre gewesen, zu sehen, ob die MINC mit ihren 5 Heizstufen wesentlich bessere Ergebnisse liefert, aber wir waren mit dem was wir hatten trotzdem zufrieden.
  
Nun mal der Reihe nach. Was braucht man denn eigentlich, um Papier, Kork, Folie oder Stoff mit der zarten Metallfolie auf Hochglanz zu bringen? Eigentlich reichen 3 Dinge:
  • Die durchgestylte MINC im chicen Design, ein von Heidi Swapp für den Scrapbooking-Markt neu durchdachtes und überarbeitetes Laminiergerät, erhältlich in 2 Größen für Durchlauf-Breiten von 6 und 12 Inch, also ca. 15 und 30 cm. Ersatzweise ein herkömmliches  Laminiergerät, das heiß genug wird. Auch Bügeleisen wurden schon erfolgreich getestet.
  • Dann Reactive Foil, die Metallfolie, die es mittlerweile in mindestens 17 Farben gibt.
  • Und entweder etwas mit Toner Gedrucktes (Laserdrucke, vorgefertigte MINC Embelishments, Paper Pads, Buchstaben usw.) oder mit HS Reactive Produkten Eingefärbtes. Alle diese Medien enthalten Bestandteile (Kunstharz, Polymer) ähnlich den Inhaltsstoffen des Lasertoners. Sie werden unter Hitzeeinwirkung klebrig. An diesem Kleber haftet die Beschichtung der Folie und bringt unsere Motive zum Glänzen.
Neben den zahlreichen vorgefertigten Druckvorlagen zur MINC-Serie sind HS Reactive Produkte als Farbe (Reactive Paint), Paste (Reactive Screen Ink), Stift (Toner Pen) und Spray (Reactive Mist) erhältlich. Darüber hinaus hat die überaus geschäftstüchtige Frau Swapp jede Menge zusätzlicher Artikel auf den Markt geworfen, die das schöne MINC-Logo tragen und sicher wird es etliche begeisterte Fans geben, die unbedingt einen MINC Heißluftföhn, eine MINC Unterlage oder MINC Pinsel haben wollen. Sinnvoll könnte vielleicht noch der Rollenschneider (Rotary Cutter) sein. Schablonen haben die meisten von uns ja sowieso zu Hause. Erwähnt seien in dem Zusammenhang die Siebdruck-Schablonen (Art Screens), auf die ich weiter unten noch näher eingehen werde.
Soviel zur Theorie. Dann fangen wir mal an.

REGEL NR. 1: Immer alles gut trocknen lassen. Auf keinen Fall feuchte Farbe/Paste durch die MINC laufen lassen, sonst wird alles durch den Druck der Walzen gequetscht und verschoben!
REGEL NR. 2: Immer alle getonerten Bereiche mit Folie oder Papier abdecken, damit Carrier Sheet und Walze sauber bleiben (ggf. mit Reinigungs-Alkohol säubern)! Überstehende Folie klebt NICHT an den Laufrollen, was klebt ist das Kunstharz/Polymer im Toner und in den Reactive-Produkten.
Zur MINC-Serie werden wie bereits erwähnt beschichtete Papiere, Schriftzüge, Kärtchen Buchstaben usw. in großer Auswahl angebotenen. Einfachste Möglichkeit ist, diese vorgefertigten “Reactive Embelishments“, Designpapier „MINC Paper Pads“ und wie sie alle heißen, zu benutzen. Die Konturen der  Ausstanzungen bleiben durch das MINCen erhalten, so dass noch nicht einmal etwas ausgeschnitten werden muss.
Eigene schwarz-weiß Motive kann man im Copyshop  mit guten Laserprintern auf z.B. 180 g Papier drucken lassen. Je satter der Toner ist, desto besser werden die MINCs.
„Reactive Foil“, die Metallfolie, wird in der gewünschten Farbe und der nötigen Größe zurecht geschnitten und mit der glänzenden Seite nach oben auf das zu folierende Motiv gelegt, um es dann zwischen dem mitgelieferten Carrier Sheet oder ersatzweise einem gefalteten Bogen Backpapier gerade durch die vorgeheizte Maschine laufen zu lassen. Zum Schluss einfach ohne Abkühlzeit die Folie abziehen und fertig ist unser Eye-Catcher. Nur die mit Toner bedeckten Stellen haben die Folie angenommen. Das sieht super schön aus und ist kinderleicht.
  
Die recht erheblichen Mengen von Folienresten (je mehr ..., desto mehr …) haben wir in ihrer Negativ-Version als Karten-Hintergründe genutzt. Dazu MINC Reactive Paint mit dem Pinsel auf weißes festes Papier aufgetragen und nach ca. 30 Minuten Trocknungszeit auf die übliche Weise geminct.
  

Eine andere Resteverwertung wäre, Kleber, der nach kurzer Trockenzeit den Zustand von halb klebrig erreicht (Fingerprobe), aufs Papier aufzutragen. Mit Kleberollern geht es gut und auch mit Klebestiften. Darauf kann man die Folienreste kleben – abziehen - kleben – abziehen - kleben – abziehen – bis alle Klebestellen von Hand beschichtet sind und nichts mehr klebt. Was kann man dann damit machen? Irgend etwas ausstanzen zum Beispiel.
Wer einmal mit dem MINCen anfängt, hört so schnell nicht mehr auf und bald sucht man nach anderen  Anwendungsmöglichkeiten und Techniken.

  

MINC Reactive Paint

Mit der sehr flüssigen, klaren MINC Reactive Paint und einem Pinsel könnte man z.B. Punkte aufs Papier malen, mit Washi abklebte Bereiche ausmalen, ausgestanztes Papier, Graupappe usw. anmalen, auf Minc Vellum (Transparentpapier), Acetat, Canvas usw. frei Hand zeichnen und diese Werke folieren. Ich habe Reactive Paint mit einem Schwämmchen vorsichtig durch eine Maske aufs Papier getupft. Das Ergebnis war etwas „shabby“, weil die flüssige Farbe teilweise unter die Schablone gelaufen ist - das ergab eine für mich wunderschön unregelmäßige Struktur.
  

MINC Reactive Screen Ink

Die wesentlich festere MINC Reactive Screen Ink ist eine Paste, die für die Verwendung mit Art Screen Schablonen (Screen Printing = Siebdruck) erdacht wurde. Diese speziellen Schablonen sind auf einem feinen Siebmaterial gearbeitet. Der Vorteil ist, dass sich auf diesem Sieb filigrane, nicht zusammenhängende Motive wiedergeben lassen und so z.B. Schriftzüge nicht mehr zwangsläufig hohle Buchstaben haben.
Art Screen Schablonen besitzen eine haftende Rückseite. Sie werden aufs Papier gelegt und die MINC Reactive Screen Ink mit einem Spachtel oder einer Scheckkarte durchgestrichen. VORSICHT! Die Paste trocknet rasend schnell und ihr solltet alles sofort unter fließendem Wasser säubern oder mit Baby-Feuchttüchern abwischen, sonst verklebt das feinmaschige Netz.
Wegen der sehr schnellen Trocknung eignet sich Reactive Screen Ink auch hervorragend fürs Drucken auf Folie, wo Motive mit flüssiger Farbe schnell verlaufen würden.
    

HS Color Shine Sprayfarben

Da Wasserfarben wie die HS Color Shine Sprayfarben keine reactive-Bestandteile enthalten, kann man mit ihnen und den Thermodruck-fähigen Medien tolle farbkräftige Motive mit hochglänzenden Effekten gestalten. Ihr könntet z.B. mit einer Art Screen Schablone und Reactive Screen Ink ein Motiv aufs Papier bringen und dieses nach dem Trocknen mit Color Shine aus- oder übermalen, indem ihr einen Klecks auf eine Unterlage sprüht und von dort mit dem Pinsel die Farbe aufnehmt. Wasserfarbsprays sind untereinander mischbar, mit Wasser verdünnbar und auch nach der Trocknung wieder anlösbar.
Zweite Möglichkeit: die Spayflasche gut schütteln und einfach über die trockenen Reactive Screen Ink-Bereiche sprayen. Eventuell mit Küchenpapier absaugen und dann ab durch die MINC. Sehr edel! Color Shine nimmt keine Folie an, aber das mit Screen Ink produzierte Motiv.

 Karten von Andrea, Melanie, Silke und Judith


MINC Reactive Mist

MINC Reactive Mist (farbloser, reagierender Spray) eignet sich für Kleckse. Der Sprühkopf macht keinen feinen Nebel, aber wer liebt nicht diese kleinen und großen Tropfen oder die Sprenkel-Straßen? Und denkt daran: Grundsätzlich immer alle getonerten Bereiche komplett mit Folie abdecken, bevor sie durch die Maschine laufen. Auch den feinsten Sprühnebel.

  

MINC Toner Pen

MINC Toner Pen ist ein Stift zum Zeichnen oder Ausmalen von Motiven auf allen erdenklichen Materialien. Funktioniert super. Ich habe einem Pudel damit ein goldenes Halsband gemalt und finde es wunderschön.

HS Clear Magic Medium

Um Stempelabdrücken metallischen Glanz zu geben, eignet sich HS Clear Magic Medium, das mit Hilfe eines Schwämmchens auf den Stempel aufgetragen wird. Nach dem Abdruck schnell den Stempel reinigen und erst nach dem Trocknen folieren. Alternative Methode: einen Stempelabdruck mit VersaMark + Embossingpulver erhitzten, dann mincen. Die Ergebnisse habe ich leider noch nicht vergleichen können.
Schichtweiser Aufbau von MINC-Folien in verschiedenen Farben ist möglich. Jede folgende Schicht deckt die darunter liegende ab. Schichtenweise Benutzung unterschiedlicher Reactive-Medien funktioniert, wenn jede Schicht separat foliert wurde.
Es gibt unzählige weitere Methoden und etliche Medien anderer Hersteller, die unter Hitzeeinwirkung klebrig werden. Was nirgends nachzulesen ist, würde ich erst einmal testen, bevor ich an die guten Stücke gehe und mir etwas versaue. Wer risikobereit ist, kann aber auch „happy accidents“ erleben. Und immer dran denken: es ist alles NUR PAPIER !!

Mittwoch, 19. April 2017

Muster Mittwoch – 4/2017 - Fenster


Das Stempeln mit in Gummi geschnitzten und in Tetrapak Tüten geritzten Motiven habe ich ja bereits ausprobiert. Jetzt war es an der Zeit zu versuchen, Papier mit selbst gemachten Formen aus Matrize und Patrize zu prägen.

Michaelas Muster Mittwoch kam mir mit dem Monatsthema „Fenster“ sehr entgegen, weil ich mich für den Anfang auf gerade Linien beschränken konnte. Schließlich ging es mir diesmal in erster Linie um das Gelingen der Technik und nicht um ausgeklügelte, komplizierte Muster.

Ich schnitt meine Fenster in Milchtütenkarton, da mir die Dicke der Pappe ideal erschien. Später wollte ich die geprägten Papiere gleichzeitig in einem Vorgang auch bedrucken. So war es von Vorteil, dass das Material auch wasserfest ist.


Damit sich das zu prägende Papier problemlos fügt, habe ich zwischen den Einzelteilen des Motivs einen Spalt weggeschnitten und alles passgenau auf einer aufklappbaren Folie übereinander montiert – den Fensterrahmen auf die eine Seite und das Fensterglas auf die andere.


Jetzt konnte ich das Papier zwischen meine Prägeform legen und durch die Big Shot kurbeln. Zwei mal auf einem Bogen Papier und schon hatte ich ein wiederkehrendes Muster. Mit dem Ergebnis war ich vollauf zufrieden.

Der nächste Versuch sollte nach Art des Letterpress Verfahrens Farbe ins Spiel bringen. Dafür habe ich wie beim Milchtütendruck Linoldruckfarbe auf den Karton gewalzt.    
   
Durch die breiten Spalten zwischen den einzelnen Elementen kleckerte die Farbe auf die Folie und ich musste einiges mit einem feuchten Tuch wegwischen. Nicht so schön, aber das Prinzip funktionierte trotzdem. Die Farbe liegt durch die Prägung jeweils in den Vertiefungen. Das erzeugt interessante Effekte.

Beim Versuch, im Gegenlicht deutliche Fotos für den Blog zu machen, kamen mit meiner Schablone dann noch ein paar Schattenbilder zustande, die mir gefielen.



Und erst ganz zum Schluss bemerkte ich, dass das Haus gegenüber eine Menge von dem hat, was Michaela in diesem Monat sammelt: Fenster!!

  

Donnerstag, 13. April 2017

SehGewerk – das Album in der Dose

Eine leere Dose dient hervorragend zur Aufbewahrung von Fotos. Punkt. 

Zweite Möglichkeit: Man decke sich mit Zubehör aus dem Scrapbook-Laden seines Vertrauens ein, investiere ein paar Stunden und bastle sich ein Leporello für die Bilder - etwas kleiner als die Schachtel, damit auch alles bequem Platz hat. Die Seiten ein bisschen mit Schnick-Schnack aufgehübscht, dem Deckel eine Dekoration aus Schmuckpapier und Embelishments verpasst und fertig! 
    

Den Anstoß zu diesem Album hat Nina in einem Workshop beim Crop am Rhein – kurz CAR – gegeben, aber es hat noch eine ganze Weile gedauert, bis ich genug Fotos zu den verschiedenen Aspekten meines selbst gewählten Themas „Brille“ zusammen hatte. Ich stand in der Folgezeit ungewöhnlich oft vor Optikerläden und fotografierte Sehhilfen der unterschiedlichsten Arten für große und für kleine Leute, verspiegelte Sonnenbrillen, Karnevalsbrillen und Kontaktlinsen, bis ich mich bremsen musste, als die Fülle der Aufnahmen den Umfang der Dose zu sprengen drohte. Erstaunlich, was alles zusammen kommt, wenn man erst mal bewusst nach etwas Ausschau hält. Schließlich sollte mein Spaß an 3D-Brillen für Kino und Buch sowie separate Betrachter der unterschiedlichsten 3D-Systeme auch noch irgendwie mit rein ins Album.
    
Ein paar Sternchen hier, ein Stempelabdruck dort, vielleicht noch ein kleiner Text oder eine zündende Überschrift … die Ideen kommen beim Tun.

Mein persönliches Highlight war die Begegnung mit einem Blinden, dessen Blindenhund angeblich selber sehbehindert war und deshalb eine Brille trug. – Ich habe ihn später zufällig wieder gesehen und zum Glück war der Hund mittlerweile von seinem Klapperatismus befreit.
 
Übrigens: wer selber mal beim Crop am Rhein dabei sein will und sich schnellstens entscheidet: Nina gibt wieder einen Minibook-Workshop, dazu auch Paige Evans, Melanie Hoch und natürlich Barbara Haane.

Dienstag, 11. April 2017

1/12tel Blick im April 2017

Seit gut zwei Wochen tut sich was. Erst zeigte der Baum vor unserem Haus winzige Knospen, die zu einer Menge gelber Blüten wurden und jetzt wachsen kleine Blätter nach. Wenn man genau hinsieht (oder mit dem Teleobjektiv ran zoomt), erkennt man schon die Ahorn-Form. Von den drei Bäumen, die uns die Stadt 2009 spendiert hat, wächst der vor unserem Haus am schnellsten, üppigsten und höchsten.

Auf der kleinen Grasparzelle um den Baum herum steht Löwenzahn. Morgens hat er die Augen noch zu, aber gegen Mittag leuchtet er knallgelb.


Und was haben wir da noch? Baustellenschilder! Die Linksabbiegerspur ist gesperrt. Baustellen sind bei uns grundsätzlich zahlreich vertreten und halten sich auch gerne etwas länger. Kaum ist ein Loch zu, fällt irgend jemanden etwas ein und die Straße wird noch mal aufgerissen. Lärm und Dreck gibt es in Mengen. „Zum Glück“ fallen Baustelle und Pollenzeit gerade zusammen und ich habe gleich zwei Gründe, nur in geringer Dosierung zu lüften. Wenn die Fenster dicht sind, ist die Geräuschkulisse von Straße, Baggern und Presslufthämmern erträglich.

Der winzig kleine weiße Streifen auf der Treppe vor der Haustür ist die Werbezeitung zum Wochenende. Diesmal ist sie pünktlich da. Manchmal kommt sie erst Sonntagabends.


+  +  +  +  R Ü C K B L E N D E   +  +  +  +

Am 20. März wurde die Absperrung aufgebaut. Aufgrund ungewöhnlicher Geräusche bemerkte ich die Situation früh genug, um mit der Kamera im entscheidenden Moment schussbereit zu sein. Obendrein parkte der LKW mit Schildern und Absperrzäunen genau in meinem 12tel-Blick-Planquadrat. Soviel Glück auf einmal - wow!


Wie habe ich gehofft, dass diese Baustelle noch lange hält, damit mein 12tel Blick auch diesmal wieder etwas zu bieten hat. (Bin ich noch normal?)

Um die winzigen Knospen am Baum zu erkennen, hätte ich an dem Tag ein Teleobjektiv oder sehr gute Augen gebraucht.

Tabea hat mich dazu gebracht, beim 12tel-Blick in diesem Jahr mitzumachen, und bei ihr gibt es eine lange Linkliste zu anderen Teilnehmern.


   

Mittwoch, 5. April 2017

5-Minuten-Collage 4/2017

Schon April! Simones Vorgaben sagen Orange und Rot. Ich flitze durchs Haus und bringe mit:


Einmachgummiring, Apfelentkerner (oder so), Tipp-Ex, 1.29 (Werbemännchen vom Discounter), Nähgarn, Prittstift, Striegel, Rose.

Kaleidoskop, Nadeldose, Eierkerze, Bussi Bär, Haribo Bär, Anspitzer in Container-Form, zwei Ersatzklingen für die Schneidemaschine, Küchenmesser, Taschenlampe für Halloween (macht Licht in Geisterform, gab es mal bei NORDSEE), DDR-Plastikbär, Spielfiguren, Cocktailpicker.

70er Jahre Bilderrahmen mit Postkarte, Bernsteinkette, Messer, Schere, Gütermann Nähtäschchen, Pinsel, Pinsel, SIGG Flasche (mit Beule aus Nepal – ich weiß noch genau, wo ich ausgerutscht bin), AJONA Zahnpasta.

Okay. Mehr konnte ich nicht tragen. Bis dann.